FC Eintracht Schwerin - FSV Malchin

Schon vor dem Spiel klang die Konstellation wenig vielversprechend: der Tabellenelfte gegen den Tabellenzwölften. Leider bestätigten sich diese Annahmen und der FC Eintracht Schwerin kam auf dem Lankower Kunstrasen gegen den FSV Malchin nicht über ein 0:0 hinaus. Torchancen und attraktiven Fußball suchte man dabei vergebens.

 

In der Anfangsphase der Partie kämpften beide Teams zunächst damit, sich mit dem Kunstrasenplatz zu arrangieren. Gleich in der ersten Aktion des Spiels schenkte Berndt den Gästen aus Malchin eine Ecke per Katastrophenrückpass, die aber zu nichts führte. Es folgten verbissene Zweikämpfe im Mittelfeld und viel Stückwerk. Die Mittelfeldreihen neutralisierten sich beinah komplett und das Muster des Spiels war an sich immer das Gleiche: Eintracht zwar interessiert an Kombinationsfussball, doch scheiterten sie immer wieder an technischen Unzulänglichkeiten oder der rigorosen Betonabwehr aus Malchin.

 

Um einen Hauch von Torgefahr zu erzielen, verblieben schließlich Standardsituationen. Nach einer Eingabe von Flemming war es Israel, der per Hinterkopf aufs Tor verlängerte, doch der Malchiner Keeper war zur Stelle (24.). Bis zum Halbzeitpfiff verzettelten sich die Schweriner weiter im Spielaufbau und es gelang zu keiner Zeit die entscheidende Initiative im Mittelfeld zu übernehmen. Eine Eingabe von Flemming, die weder Freund noch Feind fand, war sinnbildlich (36.). Torlos ging es in die Halbzeit.

 

Nach Wiederanpfiff ereignete sich dann der einzige Aufreger der Partie. Nachdem die Eintracht einen Freistoß aus dem Halbfeld Richtung FSV-Tor beförderte, stieg der Malchiner Kapitän mit ausgestreckten Händen in die Luft und wischte so Hildebrandt den Ball vor der Stirn weg (54.). Das hätte einen klaren Elfer für die Eintracht geben müssen.

 

Im Anschluss definierten beide Teams den Begriff eines Spiels, das vor sich hin plätschert neu. Keine Torraumszenen, keine echten Chancen und viele Schweriner Balljungen, die die Malchiner Befreiungsschläge wohl bis heute in der Lankower Umgebung suchen. Zwar versuchten Möller und Flemming immer wieder über außen durchzubrechen, doch stand die Malchiner Abwehr jederzeit auf Höhe des Geschehens und konnte den oft halbherzigen Eintrachter Bemühungen entgegenwirken.

 

Es verbleibt den Schwerinern mal wieder ein Punkt auf der Habenseite, wie auch in den vergangenen zwei Partien. Zwar gestattete man den Malchiner keine wirklich klare Torchance, jedoch agierte man in der Vorwärtsbewegung viel zu harmlos und unstrukturiert. Das Ergebnis von 0:0 entspricht somit dem Spielverlauf vollends und die Eintracht muss ihren Ambitionen „eine Serie zu starten“ weiter hinterherlaufen. Am kommenden Sonntag geht es nach Graal- Müritz, erneut ein schlagbarer Gegner.

 

Aufstellung FC Eintracht Schwerin

R. Losereit

M. Berndt - A. Hildebrandt - K. Looks - V. Mandlhate

J.Richter - J.-C. Israel

C. Möller – A. Dahl – S. Flemming

E.Sabas

 

Auswechslungen

68. Hein für Sabas

68. Bernstein für Richter

 

Tore/Assists Eintracht Schwerin - FSV Malchin 0:0 (0:0)

-

Grimmener SV - FC Eintracht Schwerin

Im ersten Auswärtsspiel der Rückrunde kam der FC Eintracht Schwerin vor 50 Zuschauern nicht über ein 1:1-Unentschieden in Grimmen hinaus, dabei wäre ein Sieg für beide Seiten durchaus möglich gewesen.

 

Auf rutschigem bis vereistem Geläuf übernahmen zunächst die Hausherren aus Grimmen das Kommando und die meisten Eintracht-Akteure befanden sich zu diesem Zeitpunkt wohl noch gedanklich in der Kabine. Mit einer tollen Abnahme aus 16 m bestrafte Marcel Max nach zehn Minuten kompromisslos die beinah traditionell schlechte Anfangsphase der Eintrachtler. Dieser Treffer zeigte Wirkung beim FCE, jedoch positive. Denn plötzlich begannen die Mannen von Ronny Stamer Fußball zu spielen und nach einer Viertelstunde verpasste Neu-Schweriner Michael Hein knapp den Ausgleich und traf aus spitzem Winkel nur die Latte (18.). Der FC Eintracht blieb nun am Drücker und die spielerischen Mittel der Truppe scheinen sich zur Rückrunde nochmal gesteigert zu haben, was jedoch oft weiterhin fehlt, sind präzise und entschlossene Abschlüsse der teils ansehnlichen Angriffe. Besser als viele seiner Kollegen machte es Kapitän Andre Hildebrandt und so war es auch ihm vorbehalten den verdienten Ausgleich zu erzielen. Nach einer kurzen Ecke von Flemming scheiterte Looks zunächst noch am Grimmener Keeper, doch den Nachschuss verwertete dann der Abwehrchef persönlich (36.). Mit dem 1:1 Zwischenstand ging es dann auch in die Pause.

 

Im zweiten Spielabschnitt entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Die Schweriner versuchten es weiterhin mit Kombinationsfußball und Grimmen kam vor allem über seine gut getretenen Standards zu Chancen. So klärte allein Sabas dreimal in der zweiten Hälfte auf der eigenen Torlinie und die Eintracht hatte Glück nicht in Rückstand zu geraten. Bis zum Schluss blieben die Eintrachtler ihrer spielerischen Linie treu, was auf dem vereisten Kunstrasen in Grimmen vielleicht auch nicht die klügste Vorgehensweise war, jedoch erspielte man sich so in der 90. Minute die ultimative Chance. Nachdem Sabas im Mittelfeld den Zweikampf gewinnt und auf den eingewechselten Schröter steckt, steht dieser frei vor dem Grimmener Keeper, dieser entschärft seinen Schuss jedoch zunächst direkt vor die Füße von Flemming. Eintrachts Außenstürmer gelingt es den Keeper nochmal anzuschießen und als er dann den Ball sogar im generischen Fünfmeterraum nochmal serviert bekommt, verunglückt sein Abschluss völlig.

 

So verbleibt dem FC Eintracht Schwerin eine letztlich gerechte Punkteteilung, obwohl das Spiel in Grimmen durchaus prädestiniert gewesen wäre für einen „dreckigen Sieg“. Vor allem der schwachen Anfangsphase war der ausbleibende Triumph zuzuschreiben – eine Schwachstelle, die der FCE in den nächsten Spielenunbedingt abschalten muss.

 

Aufstellung FC Eintracht Schwerin

R. Losereit

M. Berndt - A. Hildebrandt - K. Looks - V. Mandlhate

A. Dahl- J.-C. Israel

C. Möller – E. Sabas – S. Flemming

M. Hein

 

Auswechslungen

78. Schröter für Hein

 

Tore/Assists Grimmener SV - Eintracht Schwerin 1:1 (1:1)

1:0 Marcel Max (10.)

1:1 Andre Hildebrandt / Kevin Looks (36.)

 

Zuschauer

50

Test: Eintracht besiegt MSV Pampow 2:0

Bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt empfing die 1.Männermannschaft des FCE gestern in Malchow den MSV Pampow zu einem Testspiel und zeigte sich in ansprechender Verfassung.


Denn neben dem Ergebnis (2:0) stimmte auch die spielerische Vorstellung der jungen Truppe. Die Tore für den FC Eintracht erzielten Flemming (24.) und der getestete A-Junior Jan Deters (70.). Ein Sieg, der zum einen Balsam auf der Schweriner Seele sein dürfte, aber vor allem auch den Eindruck erweckt, dass die Mannen von Ronny Stamer für die Rückrunde gerüstet scheinen. Als weitere erfreuliche Randnotiz machten vor allem die Neuzugänge der 1.Männer einen guten Eindruck. 

Christoph Zerrenner verabschiedet sich vom FC Eintracht

Aus beruflichen Gründen verlässt Christoph Zerrenner mit sofortiger Wirkung den FC Eintracht Schwerin. Er zeigte sich in der Hinrunde der Verbandsligasaison für fünf Tore verantwortlich und verabschiedet sich bis auf weiteres in die Schweiz. Wir wünschen Christoph alles Gute und viel Erfolg bei seiner Promotion.

Test: Eintracht Schwerin - SV Plate

Auf gefrorenem Kunstrasen traf die 1. Männermannschaft des FC Eintracht Schwerin am Samstag auf den SV Plate.

 

Unter schwierigen Bedingungen siegte die junge Truppe von Trainer Ronny Stamer mit 5:3 und es gab ebenso viel Licht wie Schatten. Gemäß seiner klaren Favoritenstellung war der FCE zwar jederzeit spielbestimmend, verpasste er es aber durch präzise Angriffe entsprechende Tore zu erzielen. Nach der 1:0-Führung für die Plater entwickelte sich die Partie so zu einem offenen Schlagabtausch, in dem die Eintracht die Oberhand behalten sollte. Fünf Tore im ersten Test nach der Winterpause waren soweit in Ordnung, jedoch deckten die Plater deutlich das ein oder andere Defizit in der Schweriner Rückwärtsbewegung auf. Daran wird Coach Ronny Stamer mit seiner Truppe noch arbeiten, um für den kommenden Test gegen Pampow gerüstet zu sein.

Eintracht Schwerin - MSV Pampow

(ersa) Platzverweise, hitzige Zweikämpfe und viele Tore - das Schweriner Derby zwischen dem FC Eintracht Schwerin und dem MSV Pampow bot genau das, was der Schweriner Fußballfan von so einem Spiel erwartet. Zwar führte die Eintracht nach 62 Minuten schon mit zwei Treffern, doch kämpfte sich Pampow spät ins Spiel zurück.

 

Der andauernde Regen und vor allem der nächtliche Schneefall ließen die mit Spannung erwartete Revanche des FC Eintracht bis kurz vor Anpfiff auf der Kippe stehen, aber unter Absprache beider Trainer mit Schiedsrichter Stefan Beyer wurde zur Freude der 284 Zuschauer doch angepfiffen.

So war von Beginn an klar, dass dieses Derby keinen großen Fußball bieten wird und beide Teams begriffen schnell, dass heute der lange Ball ihr bester Freund sein würde. Über weite Strecken verkam die Partie so zu einem Gebolze zwischen den Strafräumen, wo zum einen der Zufall, zum anderen der stärkere Wille über die Qualität der Torchancen entschied. Nach einer Viertelstunde tankte sich Ronny Rieling erstmals auf der linken Seite durch die Schweriner Abwehrreihen, scheiterte vor dem leerstehenden Tor jedoch an den anrauschenden Fußspitzen von Ferdinand Zink. Die Antwort der Eintrachtler folgte durch ein Solo von Flemming, der mit feinem Zuspiel Sabas in Szene setzte, der wiederum an Keeper Westphal scheiterte. Bis zur Halbzeit spielte sich das Geschehen weiterhin zwischen den Strafräumen ab und die Waffe, die beide Teams für sich entdecken (mussten), waren lange Bälle ab der Mittellinie. Nach eben so einem Ball schraubte sich Israel wenige Sekunden vor der Pause am höchsten und köpfte so im Rückwärtsfallen das 1:0 für den FCE (45.).

 

Es verwunderte kaum, dass die zweite Hälfte ebenso kämpferisch gestaltet wurde wie die Erste. So zeigte sich die Eintracht kämpferisch voll auf der Höhe und antwortete auf Pampower Angriffsversuche mit teils brandgefährlichen Kontern. Einen davon verwertete einer der wenigen Spieler, der an diesem Tag wohl das richtige Schuhwerk parat hatte: Steven Flemming. Mit einem starken Solo über seine linke Seite zog der Linksfuß einfach mal ab und das Leder schlug unten rechts im Pampower Kasten aus 18 m ein (62.). Die Eintracht schien nun endgültig auf der Siegerstraße, doch eine Gelb-rote Karte für Radloff machte die Partie wieder spannend (70.).

Auf dem tiefen Schnee, der jeden Laufweg an sich schon spürbar erschwerte, musste die Eintracht von nun an zu zehnt verteidigen. In der 75. Minute bestrafte schließlich Reis die angeschlagenen Schweriner mit dem 1:2-Anschluss. Eintracht-Trainer Stamer reagierte und versuchte durch die eingewechselten Berndt und Dietrich das Spiel der Eintracht mit frischen Kräften zu beleben, doch die Pampower blieben in ihren Bemühungen weiterhin zielstrebig und eine Hereingabe von Reis landete nach einigen Wegänderungen schlussendlich am Fuß von Eintracht-Innenverteidiger Looks und der Ball kullerte ins Schweriner Tor (83.). Das späte 2:2 Ausgleichstor war zwar nicht unverdient, doch die dezimierten Schweriner hätten allein für ihre Leidenschaft an diesem Tag drei Punkte verdient gehabt.

Mit einem weiteren Platzverweis für Bernstein (87.) endete die Partie unrühmlich und hinterließ zwei unzufriedene Teams, die sich wohl beide als heimlicher Sieger fühlen werden.

 

Aufstellung FC Eintracht Schwerin

R. Losereit

F. Zink - A. Hildebrandt - K. Looks - V. Mandlhate

K. Radloff - J.-C. Israel

A. Dahl – T. Bernstein – S. Flemming

E. Sabas

 

Auswechslungen

74. M. Berndt für E. Sabas

83. R. Dietrich für A. Dahl

 

Tore/Assists Eintracht Schwerin - MSV Pampow 2:2 (1:0)

1:0 Jan-Christoph Israel (45.)

2:0 Steven Flemming (62.) / Thomas Bernstein

2:1 Mathias Reis (75.)

2:2 Kevin Looks (ET, 83.)

 

Platzverweise

Konstantin Radloff (gelb-rot, 70.)

Thomas Bernstein (gelb-rot, 87.)

 

Zuschauer

284

Eintracht Schwerin - Pommern Greifswald

(ersa) An einem verregneten Samstag Nachmittag begrüßte der FC Eintracht mit Pommern Greifswald den aktuellen Tabellenführer der Verbandsliga und wusste dabei überhaupt nicht zu überzeugen. Ein 0:3 stand letztlich zu Buche, das die Greifswalder Überlegenheit deutlich widerspiegelt.

 

Von Beginn an zeigten die bis in die Haarspitzen motivierte Greifen, dass sie Schwerin nicht ohne drei Punkte verlassen wollten und forderten die Schweriner Defensive mit zielstrebig vorgetragenen Angriffen. Immer wieder lief der Ball passsicher durch die eigenen Reihen und landete schließlich bei den äußerst agilen Außenstürmern, die die Eintracht einfach nicht in den Griff bekommen wollte.

 

Schon nach elf Minuten fiel Andre Hildebrandt eine scharfe Flanke von der rechten Seite so unglücklich auf den Kopf, dass der Ball im eigenen Tor landete und den Greifswalder Sieg einleitete. Im Anschluß blieb der Spitzenreiter sich treu und visierte die frühe Vorentscheidung an. Nach einer erneuten präzisen Flanke von rechts stand dann der ehemalige Schweriner Frank Rohde am langen Pfosten blank und nickte den Ball seelenruhig in die lange Ecke (31.). Das 2:0 nach einer halben Stunde schien den Greifswaldern zunächst zu genügen und so konnte auch Schwerin etwas am Spiel teilnehmen. Unter schwierigen äußeren Bedingungen hatten Bernstein und Israel gute Gelegenheiten aus der Ferne, waren in ihren Distanzschüssen aber zu ungenau.

 

Im zweiten Durchgang entschied Nakano mit dem frühen dritten Tor die Partie endgültig und das Spiel verlor seine Spannung endgültig (50.). Der FCE kam Durch Dahl und Flemming zwar zwei Mal zu durchaus gefährlichen Torchancen, konnte den Greifswalder Sieg aber nie ernsthaft gefährden. So endete ein Spiel unter klaren Vorzeichen mit dem zu erwartenden Ergebnis und Pommern demonstrierte eindrucksvoll, warum man an der Spitze der Verbandsliga steht.

 

Bereits am nächsten Samstag muss sich der FC Eintracht zum Rückrundenauftakt wieder zu Hause beweisen. Diesmal ist der MSV Pampow zum Derby zu Gast. Anstoß ist um 13 Uhr im Sportkomplex Görries.

 

Aufstellung FC Eintracht Schwerin

R. Losereit

F. Zink - A. Hildebrandt - V. Mandlhate - S- Flemming

A. Dahl - J.-C. Israel

K. Radloff – T. Bernstein – E. Sabas

R. Dietrich

 

Auswechslungen

63. C. Zerrenner für T. Bernstein

75. M. Becker für K. Radloff

 

Tore/Assists Eintracht Schwerin - Pommern Greifswald 0:3 (0:2)

0:1 Andre Hildebrandt (ET, 11.)

0:2 Frank Rohde (31.)

0:3 Nakano (50.)

 

Zuschauer

85

Eintracht Schwerin - Pommern Stralsund

(ersa) Letztlich wurden die Schweriner Verbandsligafußballer nach einem hart erkämpften 3:1-Pokal-Erfolg über die Überraschungsmannschaft der Saison aus Stralsund mit stehenden Ovationen von ihren Fans empfangen, doch es hätte auch ganz anders laufen können.

 

Entgegen der klaren Marschroute von Eintracht-Trainer Ronny Stamer waren die Eintrachtler, wie in dieser Saison beinahe üblich, zu Beginn der Partie nicht wirklich bissig in den Zweikämpfen und im Stile eines Spitzenteams bestraften die Stralsunder diese Schlafmützigkeit mit dem frühen 0:1 sofort. So bekam die Eintracht bereits in der fünften Spielminute das Hallo-Wach-Erlebnis, um das sie mehr oder weniger gebettelt hatte. In den Folgeminuten zeigten sich die Schweriner von ihrer besseren Seite und erspielten sich durch ansehnlichen Kombinationsfußball ein immer größeres Übergewicht. Schließlich war es Alexander Dahl, der mit einem schönen Solo den 1:1-Ausgleich besorgte. Eintracht nun mit Oberwasser, doch Sabas und Bernstein vergaben kurz vor dem Halbzeitpfiff beste Chancen zur Führung. So ging es mit einem gerechten 1:1 in die Pause.

 

In gewohnter Manier begann der FCE auch den zweiten Durchgang schläfrig und lud zunächst die Gäste zum Toreschießen ein, doch vergaben auch die Pommern im Minutentakt beste Chancen und hielten so das Spiel spannend. Nach 60 Minuten hatte sich dann auch der FCE gedanklich von der Halbzeitpause verabschiedet und folgerichtig geriet das Spiel zu einem offenen Schlagabtausch. Erneut sollte aber Sabas das Führungstor nicht gelingen und er scheiterte an einem starken Reflex von Sund (64.). Besser hingegen machte es der wohl beste Mann auf dem Platz: Vico Mandhate. Einen gut getretenen Standard von Bernstein vollstreckte der lange Außenverteidiger mit einem gut getimten Kopfball in die kurze Ecke zum 2:1 (74.).

 

Die Gäste zeigten sich davon durchaus geschockt, denn ihr Plan die Schweriner durch schnelle Konter aus dem Konzept zu bringen, musste somit endgültig ad acta gelegt werden. Zwar versuchten die Stralsunder mit ansehnlichem Flügelspiel zum Erfolg zu kommen, doch die FCE-Abwehr stand an diesem Tag sattelfest. So schlugen schließlich die Schweriner Pommern mit ihren eigenen Waffen und setzten in der Schlußphase Konter um Konter. In der 79. Minute war es dann Bernstein, der einen langen Pass von Berndt erlief und cool den Torhüter zur 3:1-Vorentscheidung umkurvte.

 

Durch einen doch etwas überraschenden Sieg befindet sich der FCE nun im Viertelfinale des Krombacher Landespokals und es darf erneut ein attraktiver Gegner in der Landeshauptstadt erwartet werden.

 

Aufstellung FC Eintracht Schwerin

R. Losereit

F. Zink - V. Mandlhate - K. Looks – M. Berndt

A. Hildebrandt - J.-C. Israel

K. Radloff – T. Bernstein – A. Dahl
E. Sabas

 

Auswechslungen

86. D. Schröter für E. Sabas

90. M. Gralki für T. Bernstein

 

Tore/Assists Eintracht Schwerin - Pommern Stralsund 3:1 (1:1)

1:0 unbekannt (26.)

1:1 Alexander Dahl (34.)

2:1 Vico Mandlhate (74.) / Thomas Bernstein

3:1 Thomas Bernstein (81.) / Maik Berndt

 

Zuschauer

165

VFC Anklam - Eintracht Schwerin

(ersa) Mit einer völlig verdienten 3:1-Niederlage kehrte der FC Eintracht Schwerin am Samstagabend aus Anklam zurück und verhalf dem Aufsteiger aus Ostvorpommern so zu neuem Mut im Abstiegskampf.

 

Was zumindest fragwürdig erschien, war die Entscheidung der Anklamer Verantwortlichen an einem milden Herbstnachmittag auf Kunstrasen das Spiel anzupfeifen, aber um eine solch blutarme Vorstellung zu rechtfertigen bedarf es schon mehr. In einem zerfahrenen Spiel gelang es zunächst keinem der beiden Teams die Initiative zu ergreifen und viele Chancen verpufften aufgrund von Ungenauigkeiten. So zeigten sich die Anklamer nach zehn Minuten erstmals gefährlich vor dem Schweriner Tor, doch der Torabschluss verfehlte das Tor deutlich. Etwa in der 25. Minute fasste sich auf Schweriner Seite schließlich Radloff ein Herz, aber auch sein Schuss strich knapp am Tor vorbei. In einem weiterhin schwachen Spiel mit wenig spielerischer Qualität wirkte beinah jeder Angriff wie ein Zufallsprodukt und demgemäß fand sich in der 26. Minute Phil Skeip plötzlich vogelfrei vor dem Schweriner Tor wieder und schiebt den Ball seelenruhig in die lange Ecke zum 1:0 für das Heimteam. Die anschließenden Minuten bis zur Pause verliefen weiterhin durchwachsen und kein Team konnte wirklich Akzente setzen bis es in die sehnsüchtig erwartete Pause ging.

 

Auch nach der Halbzeit agierten die Gastgeber mit langen Bällen und stellten die Eintrachtler damit immer wieder vor Probleme. Allerdings hatte sich die Eintracht mit Beginn der zweiten Hälfte an den Kunstrasen gewöhnt und begann auch ein wenig Fußball zu spielen. Einen Pass des nach vorne gestürmten Hildebrandts legte Sabas quer auf den anrauschenden Radloff, der eiskalt in die lange Ecke vollendete. Angespornt vom Ausgleich zeigten sich die Eintrachter nun zumindest erwacht, doch ihr Spiel nach vorne blieb weiterhin destruktiv. Schließlich entschieden das Spiel zwei Eintracht-Aussetzer. Nachdem Looks zunächst das Bein stehen ließ und ein Anklamer zu Fall brachte, war der FCE beim folgenden Straftstoß noch im Bunde mit der Fortuna, als danach aber Israel der Ball im Sechzehner an die Hand sprang, ließ sich dieses Mal Stöck nicht nochmal bitten und vollstreckte den fälligen Strafstoß (74.). Ein halbherziges Anrennen der Eintracht wurde außer mit einem Lattenkopfball von Looks nicht weiter belohnt und Gütschow machte mit dem 3:1 in der 84. Minute den Sack endgültig zu.

 

Aufstellung FC Eintracht Schwerin

R. Losereit

F. Zink - V. Mandlhate - K. Looks – M. Berndt

A. Hildebrandt - J.-C. Israel

K. Radloff – T. Bernstein – D. Schröter
E. Sabas

 

Auswechslungen

59. S. Flemming für M. Berndt

75. M. Gralki für D. Schröter

 

Tore/Assists VFC Anklam - Eintracht Schwerin 3:1 (1:0)

1:0 Phil Skeip (26.)

1:1 Konstatin Radloff (64.) / Erik Sabas

2:1 Maximilian Stöck (HE, 74.)

3:1 Nils Gütschow

 

Zuschauer

210

Eintracht Schwerin - Torgelower SV Greif II

(ersa) Vor etwa 80 Zuschauern präsentierte sich der FC Eintracht Schwerin gegen die zweite Vertretung des Torgelower SV in ansprechender Verfassung und besiegte den Tabellennachbarn mit 4:1. Spieler des Tages waren neben der mannschaftlichen Geschlossenheit der Doppeltorschütze Christoph Zerrenner und Thomas Bernstein, welcher drei Torvorlagen gab.

 

Im ersten Durchgang eines Duells auf Augenhöhe erspielte sich die Eintracht von Beginn an ein klares spielerisches Übergewicht und zeigte die ein oder andere gefällige Kombination. Die Chancen allerdings hatten die Torgelower. Mit haarsträubenden Fehlpassen im Mittelfeld luden die Hausherren die Gäste zum Toreschießen ein, doch zum Glück der Schweriner verzweifelte die Torgelower Offensive an einem gut aufgelegten Ronny Losereit. Der FCE hingegen kam in der 35. Minute durch Zerrenner zum sicher nicht unverdienten Führungstor, doch verweigerte das Schiri-Gespann um Steffen Ludwig dessen Geltung aufgrund einer zumindest diskutablen Abseitsstellung.

 

Sichtbar unzufrieden mit dem 0:0 zur Pause, entschied sich Eintracht-Trainer Ronny Stamer zu einer offensiveren Ausrichtung seiner Elf und brachte mit Denny Schröter einen zweiten Stürmer. Eine Entscheidung, die sich auszahlen sollte, denn eben dieser war es, der die Eintracht in Führung köpfte. Einen gut getretenen Standard von Thomas Bernstein vollstreckte er in der 52. Minute zur verdienten Führung. Vom ersten Tor merklich beflügelt erspielten sich die Schweriner anschließend Chance um Chance und dominierten das Spiel nach Belieben. Letztlich war es Christoph Zerrenner, der mit einem Doppelschlag (61., 62.) das Spiel entschied. Nachdem er zunächst stark ein Zuspiel in die Spitze behauptete und eiskalt in die lange Ecke vollstreckte, wurde er nur eine Minute später erneut vom gutaufgelegten Thomas Bernstein mustergültig bedient und verwertete kaltherzig in die linke Ecke.

 

Mit drei Toren innerhalb von zehn Minuten war das Spiel nun schneller als erwartet entschieden. Zwar zeigten die Torgelower zumindest Ansätze eines Aufbäumens, doch mehr als der Anschlußtreffer in der 75. Spielminute durch Rene Thiel sollte dabei nicht herausspringen. Mitten in die halbherzige Schlussoffensive der Greifen schickte dann erneut Thomas Bernstein Erik Sabas auf die Reise und dieser sorgte mit einem platzierten Abschluss aus 18 Metern für die endgültige Entscheidung. Entsprechend dem Spielverlauf ist das 4:1 gegen an diesem Tag schwache Torgelower sicher nicht unverdient und der FCE befindet sich nun im gesicherten Mittelfeld der Tabelle.

 

Aufstellung FC Eintracht Schwerin

R. Losereit

F. Zink - V. Mandlhate - K. Looks – F. Elbing

A. Dahl - K. Radloff

E. Sabas – T. Bernstein – S. Flemming
C. Zerrenner

 

Auswechslungen

46. D. Schröter für S. Flemming

67. Moritz Bongardt für C. Zerrenner

 

Tore/Assists Eintracht Schwerin - Torgelower SV Greif II 4:1 (0:0)

1:0 Denny Schröter (52.) / Thomas Bernstein

2:0 Christoph Zerrenner (61.)

3:0 Christoph Zerrenner (62.) / Thomas Bernstein

3:1 Rene Thiel (75.)

4:1 Erik Sabas (87.) / Thomas Bernstein

 

Gelbe Karten

R. Losereit, A. Dahl

 

Rote Karten

-



Besondere Vorkommnisse

-

 

Zuschauer

80

Eintracht Schwerin - Pommern Stralsund

Nach drei Spielen ohne Niederlage musste sich der FC Eintracht Schwerin am Samstag im Heimspiel dem FC Pommern Sralsund geschlagen geben. In einem schlechten Verbandsligaspiel bei hohen Temperaturen taten beide Mannschaften nur das Nötigste, um den Platz als Sieger zu verlassen. Stralsund war jedoch in den entscheidenden Situationen cleverer und präsenter und siegte am Ende verdient mit 3:0 (1:0).

 

Es sollte ein hartumkämpftes Spiel um einen Platz im gesicherten Mittelfeld der Verbandsliga M-V werden. Es wurde jedoch nur ein müder Samstagskick, welcher sich auf das nötigste beschränkten und die gut 70 Zuschauer nicht mit Spielwitz oder Strafraumszenen verwöhnen sollte. Beide Teams begannen sehr verhalten, keine Spur von Selbstvertrauen oder Siegeswillen aus den vorherigen Partien.

 

Dabei war der FC Eintracht in den ersten zwanzig Minuten zwar optisch überlegener, doch bis auf einen Fernschuss von Maik Berndt brachten die Hausherren nichts zustande. Pommern wachte mit zunehmender Spieldauer auf und fand etwas besser ins Spiel, bekam nach einem Stellungsfehler von Mandlhate die erste Chance aus halbrechter Position und acht Metern Torentfernung. Der Schuss flog jedoch deutlich am Tor vorbei (22.). Eintracht fand im Anschluss auch den Weg in des Gegners Strafraum, doch entschied sich Berndt lieber für eine ungenau Flanke als für einen Torschuss (25.).

 

Das Spiel plätscherte so dahin, da setzte sich Orend auf rechts gekonnt durch und brachte eine scharfe halbhohe Flanke in den Eintrachtstrafraum, wo am zweiten Pfosten Denny Duggert lauert und den Ball mit der Hacke aus der Luft über die Linie drückte (31.). Der erste Treffer im Spiel erhitzte zwar die Gemüter auf beiden Seiten, doch fand der FCE einfach nicht ins Spiel. Vorallem im Defensivverhalten fehlte der Druck auf den Ball, was mit unsauberen Zuspielen in der Offensive ergänzt wurde. Bis zur Halbzeit hatte Pommern noch zwei Möglichkeiten, einen Treffer zu erzielen. Jedoch war ein Konter und die darauffolgende Ecke nicht zwingend genug, um zu erhöhen.

 

Nach der Pause ein ähnliches Bild, aber die Gäste waren die jetzt präsentere Mannschaft. Nach einen Diagonalball schlug der herauseilende Losereit über den Ball und brachte damit den gegnerischen Stürmer zu Fall. Der Schiedsrichter ahndete das Vergehen nur mit gelb (51.). Die Angriffsbemühungen der Schweriner hingegen verpufften bis dato allesamt. Das 0:2 legte sich der FCE dann quasi selber ins Netz: Ein scheinbar schon geklärter Ball an der Grundlinie wurde nochmals heiß gemacht, woraus ein Querschläger in den Sechzehner entstand, wo Matthias Hinz goldrichtig stand und aus 10 Metern das Runde unter die Latte nagelte (65.). Keine fünfzehn Minuten später erzielte der FCE den Anschlusstreffer durch Zerrenner, welcher aber durch einen umstrittenden Abseitspfiff nicht zählen sollte (79.).

 

In der Folge ergab sich der FC Eintracht und ermöglichte den Gästen noch gute Tormöglichkeiten. So trafen Gurlt nach einem Kopfball und Hartz aus der Distanz nur den Pfosten (69., 70.). Zehn Minuten vor dem Ende führte Pommern einen Freistoß schnell aus, was die FCE-Abwehr nicht bemerkte. Losereit klärte als letzter Mann vor dem einschussbereiten Stürmer, was der Schiedsrichter als Foul ahndete und Losereit wie schon vor zwei Wochen mit gelb-rot vom Platz stellte. Den folgenden Freistoß aus 18 Metern verwandelte Daniel Hartz gegen den nun im Tor stehende Vico Mandlhate recht souverän (82.).

 

Unter dem Strich geht der Sieg der Gäste in Ordnung, da am Ende die Erfahrung und Cleverness den Unterschied gemacht haben. Eintracht wird sich nun auf die kommende Aufgabe im Landespokal konzentrieren und diese Niederlage aus den Köpfen bekommen müssen, damit am kommenden Wochenende der Einzug in die nächste Runde gegen Ueckermünde gefeiert werden kann.

 

Aufstellung FC Eintracht Schwerin

R. Losereit

T. Nachtigall - A. Hildebrandt - K. Looks – V. Mandlhate

J.-C. Israel - M. Berndt
A. Dahl – T. Bernstein – S. Flemming
E. Sabas

 

Auswechslungen

46. K. Radloff für J.-C. Israel

60. C. Zerrenner für A. Dahl

71. F. Zink für E. Sabas

 

Tore/Assists Eintracht Schwerin - Pommern Stralsund 0:3 (0:1)

0:1 Denny Duggert (31.) / Christian Orend

0:2 Matthias Hinz (64.)

0:3 Daniel Hartz (86.)

 

Gelbe Karten

S. Flemming

 

Gelbe-Rote Karten

R. Losereit



Besondere Vorkommnisse

-

 

Zuschauer

74